Wie ein Buch aus dem SoTo Media (nicht) in den Buchhandel kommt

Ja, es gab in den letzten Tagen in der Tat die eine oder andere Frage, ob es denn Sandra Rehschuhs neuestes Buch „Vergangenheit tötet“ (mehr dazu demnächst) bald im Buchhandel gibt. Ob man es denn bei Thalia, Weltbild und Co. bestellen kann. Und dann blickte ich in zornesrote Gesichter, als ich sagte: Nein, nur über Amazon und den Verlag selbst.

Aber warum ist das so?

Ganz ehrlich, wir möchten niemanden vor den Kopf stoßen und niemanden ausschließen oder Amazon propagieren. Ganz im Gegenteil. Doch unterm Strich ist es schlichtweg so, dass es sich nicht lohnt, große Auflagen zu drucken.

Wir fangen mal ganz kurz beim „Ur-Schleim“ an.

Auch wenn der SoTo Media recht jung erscheint, so steht hinter ihm dennoch ein Team, das jahrelange Erfahrung in der Buchbranche hat. Wir sind also keine Frischlinge, die gerade ihre ersten Schritte gehen, sondern es stehen zwischen 15 und 10 Jahren Erfahrungen dahinter.

Einige von unserer Truppe führen bereits erfolgreiche Verlage, andere wiederum sind im Online-Marketing beschäftigt und für die Werbung zuständig.

Bei der Gründung des SoTo Media sind wir alle wichtigen Aspekte der letzten Jahre durchgegangen, haben unsere Erfahrungen gebündelt und beraten.

Unterm Strich ist es so: Wenn man wettbewerbsfähig bleiben möchte, dann muss man (leider) niedrige Verkaufspreise ansetzen.

Möchte ich jetzt aber noch den regulären Buchhandel beliefern, benötige ich Verträge mit Libri, Umbrei, KNV und Co. Kein Problem – die sind theoretisch da. ABER: Besagte Großhändler erwarten zwischen 40% und 55% Preisnachlass auf ein Buch. Dazu kommt der Versand – also Port und Material – und obendrauf noch die Druckkosten. Und dort noch einmal der Zeitfaktor bzw. eine Arbeitskraft für das Erstellen von Rechnungen, Bücher verpacken und das Spritgeld zur Post.

Rechnet man sich das alles einmal aus – und sieht dem Umstand nach, dass auch Autor und Verlag etwas daran verdienen möchten – wird man schnell feststellen, dass Verkaufspreise unter 10€ nahezu nicht mehr möglich sind. Das verärgert nun aber wieder die Kunden, weil sie viel billigere Bücher kennen. Oder eben sehr teure – die dann aber von Stephen King und anderen namenhaften Autoren stammen.

Unsere Autoren haben natürlich auch Namen 😉 Nur ist es leider so, dass sie noch nicht so bekannt sind und deswegen niemand bereit ist, 20€ oder mehr für ein Buch auszugeben.

Und mit dieser „Story“ landen wir nun wieder bei Amazon. KDP und CS (je nach Buchumfang) ermöglichen es uns, die Bücher auflagenfrei zu drucken. Änderungen und Aktualisierungen können dadurch schnell ermöglicht werden, die Bücher werden schnell (meist binnen von 24 Stunden) zugestellt.

Wir haben in dem Sinne keine Druckkosten, keine Portokosten, sparen uns eine Arbeitskraft zum Versenden der Bücher und, ein wichtiger Aspekt: Es bleibt definitiv mehr für den Autor hängen. Der Autor steht leider ganz am Ende der Nahrungskette und wir wollen alle nicht, das er verhungert, nicht wahr? 😉

Ja, es gibt da draußen auch Amazon-Verweigerer, diesen Umstand sind wir uns bewusst. Diejenigen, die wirklich nicht bei Amazon bestellen möchten, können gern ihr Wunschbuch auch direkt bei uns im Verlag ordern. Wir lassen von jedem Buch eine kleine Auflage drucken, die dann bei Lesungen oder eben über unsere Webseite verkauft wird.

Somit bieten wir Amazon-Verweigerern eine Alternative an. Wer diese nicht annimmt, der möchte dann das Buch schlichtweg nicht haben und sucht nur nach Ausreden.

Bevor jetzt ein großes ABER kommt: Wir haben unsere Statistiken aus insgesamt 4 Verlagen zusammengeworfen. 87% der Bestellungen der letzten Jahre kamen über Amazon. Die Zahlen sprechen klar für sich.

Und aus diesen genannten Gründen sind unsere Bücher leider nicht über Weltbild, Thalia und Co. (außer als eBook) zu beziehen.

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