Katharina Grams – Auszeit für Mama: Gelassener werden – Ein Geschenk für die (nicht perfekte) Mutter

Auszeit für Mama: Gelassener werden - Ein Geschenk für die (nicht perfekte) Mutter. Titelbild.
Auszeit für Mama: Gelassener werden – Ein Geschenk für die (nicht perfekte) MutterAuszeit für Mama

Erschöpft, gestresst und die Kinder machen, was sie wollen?
So erging es unserer Autorin Katharina Grams ebenfalls. Als Mama in Elternzeit sucht auch sie oft im Alltag nach einer kleinen Pause, um ihre Geduld zurück zu erlangen. Doch das ist manchmal leichter gesagt, als getan. Denn nicht immer lassen es die Kinder zu, dass man sich zurücklehnt und entspannt.

Dieses Buch wurde von einer Mama geschrieben, die, wie fast jede andere Mutter auf dieser Welt, jeden Tag um neue Ausdauer, Geduld und Achtsamkeit ringt.

Dabei hat sie ihren Humor nicht eingebüßt und viele Möglichkeiten ausprobiert, selbst im Alltag zur Ruhe zu kommen. Diese Erfahrungen gibt sie nun wider.

Das Buch wurde zudem liebevoll illustriert, so dass es auch als kleines „Mitbringsel“ für gestresste Eltern gut ankommt. 

Man lernt die Zeit mit seinen Kindern zu schätzten. Jeder von uns liebt seine Kinder von Herzen und verbringt gerne Zeit mit ihnen, doch wenn man sich nie eine Pause gönnt, sieht man, wie man so schön sagt, vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Deswegen braucht man auch wegen dieser Auszeiten kein schlechtes Gewissen zu haben. Denn das bedeutet keinesfalls, dass wir unseren Nachwuchs nicht lieben, sondern im Gegenteil, weil wir sie lieben, sollten wir uns auch Erholung gönnen. Man kann sich sonst oft nicht mehr in dem Maß an den Kindern erfreuen, wie man es gerne würde.

 

Leseprobe

Der fliegende Stuhl

„Mutter schmeißt Stuhl aus dem dritten Stock“
– klingt nach der Überschrift einer Boulevard Zeitung. Während noch ältere Menschen mit der Zeitung in der Hand darüber nur den Kopf schütteln und an die guten alten Zeiten zurück denken, gehen online schon die ersten heißen Diskussionen los.
Solange sich selbsternannte Psychologen darüber streiten, an welcher psychischen Erkrankung diese Mutter leidet, spielen sich andere als Familientherapeuten auf und führen Debatten über den Familienzustand und das Wohl der Kinder. Mütter regen sich auf und meinen, dass das nun wirklich eine sehr schlechte Vorbildfunktion für die Kinder ist und sind sich in diesem Moment nicht bewusst, wie nahe sie selber schon so einem Zustand waren.
Doch wie kam es dazu? Wenn man diese „kopflose“ Mutter darauf ansprechen würde, hätte sie bestimmt erst einmal tief Luft geholt. Ja, wie kommt man zu so einem Akt?
Der Morgen fing eigentlich gut an – die ersten 5 Minuten. Sie stand früher auf, um etwas Zeit für sich zu haben. Doch anscheinend hatte ihr zweijähriger Sohn die gleichen Absichten, dann kurze Zeit später war er auch schon aufgewacht. Na gut, dachte die Mutter. Kurz darauf war aber auch schon die vierjährige Tochter wach.
Um diese lange Erzählung zu kürzen: Zwischen dem Aufwachen und dem fliegenden Stuhl lagen: eine zerbrochene Tasse, fünf ausgekippte und zusammen gemischt Puzzle, eine angemalte Wand, eine nasse Hose, auf dem Boden verschmierte Butter. Und natürlich ein Stuhl, der vom wilden Toben schon mindestens fünf Mal mit viel Krach umgefallen ist. Die Versuche der Mutter, die wilde Bande zu bändigen, stießen nur auf Unverständnis und als dann noch die Nachbarin klingelte, um sich über den Lärm zu beschweren, und der Mutter dabei die Suppe, die sie kochte, davon lief, packte sie kurzerhand den Stuhl und warf ihn aus dem Fenster.
Klar ist hier eins: der Stuhl war nicht der Hauptauslöser dieser Tat. Nein, es waren die vielen kleinen Dinge davor. Der Stuhl war nur der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.
Doch wer von uns kennt sie nicht, diese letzten Tropfen? Es sind Kleinigkeiten, etwas Umgeschüttetes, etwas Dreckiges, etwas zu Lautes. Das Fass unserer Geduld ist überfüllt und wir verlieren diese. Oder brechen zusammen. Wie sich das genau äußert ist ja nach Charakter und Situation unterschiedlich.
Doch leider sind die kleinen Missgeschicke Alltag und jeder von uns versteht, dass sie bei Kindern dazu gehören. Im Kopf ist uns klar, dass Kinder erst lernen müssen, wie man isst, trinkt und wie man die Toilette benutzt. Und wir sind uns einig, dass diese kleinen Unfälle eben passieren und dass sie sogar wichtige Erfahrungen sind. Auch das Toben gehört zum Kind sein dazu und wir freuen uns, dass die Kinder gesund sind und springen können. Doch warum passiert trotzdem dieser Kurzschluss in unserem Kopf? Rein logisch verstehen wir zwar, dass nichts wirklich schlimmes passiert ist, doch emotional können wir das in diesem Moment nicht verarbeiten. Aber woran liegt es? Kann man das Vorbeugen? Gibt es wirklich hilfreiche und vor allem praktische Tipps, die sich in einem Alltag mit Kleinkind umsetzten lassen?

Erst einmal mag es hilfreich sein, heraus zu finden, welchen Ursache unsere Reaktion auf diese Situation haben mag. Denn wie schon festgestellt, kann und soll und will man weder den Kindern das Kind sein verbieten, noch kann sich der Haushalt selber erledigen. Und wie man so schön sagt: Stress entsteht im Kopf. Deswegen wäre es ganz gut, in den Kopf einer Mutter zu schauen, um zu sehen, warum uns so manches Alltägliche überfordert. Man könnte sich auch als Mutter einmal selber hinsetzten und den Gründen auf die Schliche kommen. Doch parallel dazu werden die Kinder wahrscheinlich wieder ihren Spaß haben, ohne Rücksicht auf Möbel, Vasen und einander und die tiefsten Überlegungen werden womöglich durch Heulen unterbrochen werden.
Aber keine Sorge, hier findest du einige Menschentypen, mit denen du dich bestimmt identifizieren kannst. Natürlich wird nicht alles auf dich zu treffen, aber vielleicht erkennst du dich hier und dort wieder und kannst so herausfinden, was deine Gründe für diesen „Kurzschluss“ sind.
Achtung: Folgende Beschreibungen enthalten einen Hauch von Ironie und sollten nur unter der Verwendung von Humor gelesen werden!

 

 

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